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Vereinsgeschichte Sportfischerverein „An der Leide“ e.V. Bensersiel
Die Gründungsversammlung fand am 05.04.1978 in Bensersiel statt. Leider ist im Gründungs- protokoll nicht vermerkt, wer zu dieser Versammlung eingeladen hatte und wie viele Personen anwesend waren. Es wird vermutet, dass es sich dabei überwiegend um Familienmitglieder der beiden späteren Vorsitzenden Frerich Eilts und Hinrich Heeren gehandelt haben könnte.. Es hatte sich nämlich herumgesprochen, dass eine erneute Verpachtung der Gewässer der Deich- und Sielacht an Privatpersonen schwierig werden würde, da bei der anstehenden Neuverpachtung vorrangig Sportfischervereine bedacht werden sollten. Da Eile geboten war - der Verein mußte ja bis zur Neuverpachtung eingetragen sein .- wurde in dieser Versammlung nicht nur beschlossen den Verein „An der Leide“ zu nennen, sondern auch die erste Satzung des Vereins erarbeitet und zwecks Eintragung in das Vereinsregister dann an die Rechtsanwälte und Notare Dr. Folkerts und Lühring in Esens übergeben. Zum ersten Vorsitzenden wählte die Gründungsversammlung Frerich „Edelweiss“ Eilts, wie er nach dem Kutter, auf dem er zuletzt gefahren ist, genannt wurde. Zu seinem Vertreter wurde Hinrich Heeren gewählt. Da ein Verein auch bereits zu der Zeit nicht ohne Gelder leben und arbeiten konnte, wurde ein Jahresbeitrag von 10,-- DM pro Mitglied fest- gelegt.
Da bis zur Jahreshauptversammlung im April 1979 die Verhandlungen über die neuen Pachtverträge noch nicht abgeschlossen waren und auch die Finanzlage des Vereins noch keine großen Sprünge erlaubte, wurden in diesen Jahren auch noch keine Besatzmaßnahmen durchgeführt.
In der Versammlung vom April 1980 wurde dann beschlossen, den Jahresbeitrag zwar beizube- halten, jedoch zukünftig von Neumitgliedern eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 100,-- DM zu erheben und an andere interessierte Angler Gastkarten auszugeben.
Den Unterlagen des Vereins ist zu entnehmen, dass in der Jahreshauptversammlung vom April 1981 beschlossen wurde, in diesem Jahr für 2.000,-- DM Besatzfisch zu kaufen. Dies war auch deshalb möglich, weil der Bade- und Verkehrsverein Esens/Benseriel zugesagt hatte, sich an den Kosten zu beteiligen.
In diesem Jahr wurde auch der erste Pachtvertrag für die Kuhlen in Dietrichsfeld abgeschlossen.
Vielleicht wird das Gerücht, der Verein wurde vorwiegend deshalb gegründet, damit die Gründungs- mitglieder weiterhin ihre Reusen in der Leide und im Bensertief aufstellen konnten, auch durch einen Beitrag aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung vom Juli 1982 genährt. Hier ist vermerkt, dass der Verein 25 Reusenscheine (Berechtigungen zum Aufstellen von Reusen in den Vereinsgewässern) ausgeben wird.
In der Jahreshauptversammlung 1983 wurde die Gründung einer Jugendgruppe beschlossen. Die Jugendlichen konnten ohne Aufnahmegebühr und Beitrag dem Verein beitreten. Als erste nach- gewiesene größere Angelveranstaltung wurde ein Wettangeln mit einem Sportfischerverein aus Ahlen/Westfalen durchgeführt. Diesen Vergleich haben die Ahlener mit leichtem Vorsprung gewonnen.
1984 wurde wieder eine umfangreiche Besatzmaßnahme in der Kuhle in Dietrichsfeld, sowie im Bensertief durchgeführt. In der Jahreshauptversammlung wurde Herbert Herden zum neuen Kassenwart gewählt. Die Kuhle in Dietrichsfeld wurde zur Fischbestandskontrolle, die mit Hilfe eines Schleppnetzes abgefischt. Es wurde dabei festgestellt, dass der Karpfenbestand deutlich zurück- gegangen war. Deshalb sollte in der nächsten JahreshauptÂversammlung vorgeschlagen werden, in der Kuhle Karpfen auszusetzen.
1985 wurden, wie vorgeschlagen, beim Besatz in Dietrichsfeld, statt des bisher üblichen Aalbe- satzes, Karpfen ausgesetzt. Zusätzlich wurde um ein Überfischen der Gewässer zu vermeiden eine Fangbeschränkung (2 Karpfen, Hechte oder Zander pro Tag) und eine Begrenzung der Rutenanzahl für Gastangler (3 Ruten) beschlossen. Eine Abordnung des Vereins nahm an einem Haiangeln mit dem Angelverein aus Ahlen teil.
Für 1986 sind in den Vereinsunterlagen keine besonderen Ereignisse verzeichnet.
1987 fand zum ersten Mal ein Hegefischen mit anschließendem Grillen, an dem auch die Familien der Mitglieder teilnahmen, statt. Diese Veranstaltung war mit 21 Mitgliedern gut besucht.
Zum 10-jährigen Bestehen des Vereins wurde 1988 eine Angelfahrt auf See mit dem Kutter „Möwe“ des Vereinsmitglied Rieken durchgeführt. An dieser Fahrt, auf der auch gegrillt und ein Umtrunk angeboten wurde, nahmen auch Abordnungen der anderen Bensersieler Vereine teil.
Als besonderes Ereignis ist 1989 das Abfischen des Kurteiches in Bensersiel zu nennen. Es wurde reichlich Fisch mit dem Schleppnetz gefangen. Der Fang wurde unter den beteiligten Helfern auf- geteilt. Da der Verein auf der Suche nach weiteren Gewässern war, wurde keine Besatzmaßnahme durchgeführt. Dieser sollte dann evtl. in dem neuen Gewässer ausgebracht werden. Doch die Verhandlungen über eine vereinseigene Kuhle stellten sich als sehr schwierig heraus.
1990 nahm der Vorstand auf Einladung der Deich- und Sielacht Esens an einer Besprechung mit allen Sportfischervereinen des Landkreises, sowie der Naturschutzbehörde teil. Ziel dieser Besprechung war es, die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und den Behörden zu verbessern.
Die Idee, ein Grundstück zu kaufen und darauf eine eigene Kuhle auszuheben wurde nun endgültig verworfen, da neben den Kosten auch das Genehmigungsverfahren zu aufwendig war.
Da die Kuhle in Dietrichsfeld einen neuen Besitzer bekommen hatte und nicht feststand, ob der bestehende Pachtvertrag verlängert werden würde, wurde dort 1991 kein Besatz ausgebracht. Der Vorstand bemühte sich nun, statt eines eigenen Gewässers, ein weiteres Pachtgewässer zu finden.
1992 beschloß der Verein dem Landesfischereiverband beizutreten. Da auch für die Jugendlichen ein Kostenbeitrag an den Landesfischereiverband abzuführen war, wurde nun von Jugendliche ein Beitrag von 10,00 DM jährlich erhoben. Der Beitritt zum Landesfischereiverband machte die Änderung der Satzung erforderlich. Die neue Satzung wurde in einer außerordentlichen Mit- gliederversammlung am 07.08.1992 einstimmig beschlossen. Mit finanzieller Unterstützung des Kurvereins wurde auch wieder ein Besatz im Bensertief durchgeführt.
1993 gelang es dem Vorstand endlich als weiteres Angelgewässer die Kuhle in Ostbense zu pachten. Da die Kuhle im Landschaftschutzgebiet liegt, ist sie zwar vom 01.04. bis 31.07. eine jeden Jahres nicht befischbar, aber als besonders gutes Aalgewässer eine Bereicherung für den Verein.
1994,1995 und 1996 gab es keine besonderen Ereignisse im Verein. Es wurden wieder jeweils die Kutterfahrten durchgeführt und der Verein beteiligt sich an den Ferienspielen.
Nachdem man zwischenzeitlich erwogen hatte, die Kuhle in in Dietrichsfeld nicht weiter zu pachten wurde 1997 der Pachtvertrag für die Kuhle doch verlängert.
1998 wurde der 1.Vorsitzende Frerich Eilts für seine Leistungen im Beisein der Presse und Vertretern des Landesfischereiverbandes zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Nachdem er dieses Amt 20 Jahre bekleidet hatte, trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück. Seine Aufgaben übernahm der bisherige 2 Vorsitzende Hinrich Heeren. Als neuer 2. Vorsitzende wurde Gerhardt Collmann in den Vorstand gewählt. Der Verein war in der Zwischenzeit vom kleinen „Familienverein“ auf über 100 Mitglieder angewachsen.
1999 beschloß der Verein an den bisher gepachteten Gewässern festzuhalten und sich für den Erhalt des Fischbestandes und des allgemeinen Zustandes einzusetzen. Dazu wurde zu mehreren Arbeitseinsätzen aufgerufen.
2000 nahm der Verein wieder an den Ferienspielen teil und führte seine Kutterfahrt durch.
2001 wurde nach umfangreichen Umbaumaßnahmen das „Bensersieler Vereinshuus“ eingeweiht und den Bensersieler Vereinen zur Nutzung übergeben. Damit steht dem Verein jetzt ein fester Besprechungsort zur Verfügung.
Mit Umstellung auf den Euro wurden der Mitgliedsbeitrag neu festgelegt. Er betrug nun für Erwachsene 40,-- € und für Jugendliche 20,-- €.
Für 2002 finden sich keine besonderen Ereignisse in den Vereinsunterlagen.
2003 übernimmt der bisherige 2. Vorsitzende Gerd Collmann die Führung des Vereins. Sein Nachfolger als 2. Vorsitzender wurde Hicko Hicken.
Im Frühjahr 2004 begannen die Gespräche mit den anderen Pächtern des Bensertiefes über die weitere Verpachtung des Tiefs. Da die Pachtverträge ausliefen und der Kurverein nicht mehr an der Pacht für Teile des Bensertiefs festhalten wollte, wurde nach neuen Wegen gesucht. Gemeinsam mit dem ASC DUNUM, SFV ESENS, dem SFV „Fisch und Wasser“ HOLTGAST, dem SFV FULKUM u.Umgebung sowie den SFV „Petri Heil“ MOORWEG kam man überein, das Bensertief zukünftig gemeinsam zu befischen. Dazu gründeten die Vereine die „INTERESSENGEMEINSCHAFT DER SPORTFISCHER BENSERTIEF“ (ISB).
Im Juli 2005 ist die Vereinbarung der ISB mit der Deich- und Sielacht unter Dach und Fach. Damit steht jetzt das gesamte Bensertief, sowie weite Teile der Bettenwarfener Leide, des Hünenschlootes, des Reihertiefs und der Neuen Dilft allen Vereinsanglern offen. Auch für die Gastangler brachte dieser Zusammenschluss Vorteile. Mußten sie bisher für jede Teilstrecke einen neuen Erlaubnisschein erwerben, gibt es jetzt an allen Ausgabestellen eine einheitliche Gastkarte, die für das gesamt Gewässer gilt. Die Gewässerordnung der ISB wurde, mit einem Zusatz für die Kuhle in Ostbense, als Gewässerordnung für alle Vereinsgewässer übernommen. Abweichend von der allgemeinen Gewässerordnung bleibt in Ostbense die Rutenzahl auf 3 beschränkt und die Nutzung einer Köderfischsenke sowie das Anfüttern ist dort untersagt. Auch darf kein Boot benutzt werden. Damit verabschiedete sich der Verein endgültig von dem Image des Reusenstellervereins, denn Reusen sind nicht mehr als Fanggerät in der Gewässerordnung aufgeführt. Auch sind sie in der Vereinbarung mit der Deich- und Sielacht nicht mehr enthalten.
Neben mehreren Arbeitseinsätzen fand auch wieder ein Abfischen des Kurteiches statt. Diesmal fanden die gefangenen Fische in den Kuhlen in Ostbense und Dietrichsfeld eine neue Heimat.
In der Jahreshauptversammlung2006 traten der 1. Vorsitzende Gerd Collamm, sowie der Kassen- wart Herbert Herden, nicht mehr zu Wiederwahl an. Bei den Neuwahlen wurde Hicko Hicken dann zum 1. Vorsitzenden, Egon Arndt zum 2. Vorsitzenden und Franz-J. Otten zum Kassenwart und Schriftführer gewählt. Herbert Herden, der 22 Jahre die Kasse des Vereins beanstandungsfrei geführt hat, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Gleichzeitig bedankte sich der neue Vorstand im Namen der Vereinsmitglieder bei ihm und dem bisherigen 1. Vorsitzenden Gerd Collman und überreichte ihnen einen Präsentkorb.
In Dietrichsfeld wurde erstmalig ein Forellenfischen als Pokalangeln um den Eilts-Heeren-Gedächnis- pokal durchgeführt. 1. Pokalgewinner wurde Jens Otten.
Im Zuge des Baus des neuen Radweges von Bensersiel nach Neuharlingersiel erhält die Kuhle in Ostbense einen Zaun mit einer abschließbaren Pforte, der von einigen Mitgliedern in mehreren Arbeitseinsätzen selbst aufgebaut wurde. Auch wird nach Zustimmung durch die Naturschutzbe- hörde eine Ausholzung des Baum- und Strauchbeständes durchgeführt sowie die Kuhle über eine Fischtreppe mit dem Ringschloot verbunden.
Um die Vorstandsarbeit neu zu regeln und im besonderen auch die Aufnahme von weiteren Funktionsträgern in den Vorstand zu ermöglichen, wurde auf der Jahreshauptversammlung 2007 eine vollständig überarbeitete Satzung verabschiedet.
Das Pokalangeln in Dietrichsfeld brachte in diesem Jahr leider nicht die erwarteten Fänge. Diesmal konnte Hicko Hicken den Pokal in Empfang nehmen.
In diesem Jahr entschloss sich der Verein erstmalig die Sportfischertage Bensersiel auszurichten. In einem Mix aus Information, Unterhaltung und Veranstaltungen informierte der Verein am letzten Wochenende im Juni über die Angelmöglichkeiten in und um Esens sowie über den eigenen Verein.
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